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Die Zuchtpopulationen, Zuchtrassen (Zuchtstämme) oder Kulturrassen Beginnend mit der Erfindung des mobilen Rähmchens vor über 100 Jahren durch Pfarrer Langstroth, aber noch maßgeblicher und stärker durch die allgemeine Einführung der Zuckerfütterung durch Freudenstein nach der Jahrhundertwende begann der Mensch auf diese unerbittliche Naturauslese bei der Honigbiene einzuwirken. Größtenteils bestanden (und bestehen auch heute noch) die Einwirkungen in der Ausschaltung dieser unbarmherzigen Naturauslese. So wird ein Volk ohne Leistung einfach im Herbst stärker gefüttert, ein Volk mit zu geringer Vitalität im Frühjahr aufgepäppelt oder verstärkt. Deren Drohnen fliegen erneut zur Paarungszeit aus und es ist eine Illusion zu glauben sie seien nicht an Begattungen beteiligt. Der Einfluß der menschlichen Fürsorge um unsere Honigbiene wäre also, isoliert gesehen, zunächst als negativ (aus genetischer Sicht) zu betrachten. Zuchtauslese nach Plan, - als Kompensation, tut folglich Not. Ab der Jahrhundertwende bemühten sich etliche tüchtige Züchter im apistischen Bereich um die Verbesserung verschiedener Rassen. Im Europa zB. Kramer (Nigra - Mellifera), Sklenar (47- Carnica), Pechetz (- Carnica), Wrising (Troisek - Carnica), genauso später bei uns Pleger (Samson - Mellifera) entwickelten Zuchtstämme (Populationen) mit beachtlichen Qualitäten auf der Basis von geographischen Rassen. Sie erreichten viel, oftmals ohne die fundamentalen Kenntnisse aus dem Bereich der Genetik und der Paarungsbiologie der Honigbiene, deren wir uns heute bedienen können. Auch die Unzulänglichkeiten der damaligen Belegstellen sind bekannt. Bekannt ist vielleicht weniger, daß seit jeher viel importiert wurde, auch nach allen Gebieten Österreichs und in die Schweiz.... Eines wurde und wird auch heute selten hervorgehoben: Das primäre Ziel einer jeden Zuchtarbeit ist die Veränderung. Erreicht der Züchter keine Veränderung (= Verbesserung aus menschlicher Sicht), war die Arbeit umsonst. Veränderungen (durch Selektion) sind aber nur möglich aus der genetischen Variation heraus, das entspricht der Logik. Als weiteres Ziel der Züchtung wäre natürlich auch die erbliche Stabilisierung des Erreichten (durch gezielte Verpaarung) zu nennen. Ein erfolgreicher Züchter hat also, eben weil er Erfolg hatte, das Ausgangsmaterial seiner Zucht verändert. Es handelt sich bei dem Neugeformten um etwas neues, eine "Zuchtpopulation", also nicht mehr um die alte Ausgangsrasse. So ist etwa die Singer-Carnica als Zuchtpopulation auf der Basis einer geographischen Rasse (Carnica) anzusehen, genauso die verschiedenen deutschen Carnica Stämme oder die amerikanische Form der Ligustica. Der angewandte Zuchtweg gibt dabei die jeweiligen Möglichkeiten vor:
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