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Angesichts der in Österreich derzeit geführten Diskussion um die Züchtung unserer Honigbienen sollte jeder Bienenhalter und - Züchter zumindest die Grundkenntnisse der Züchtung und der Vererbung beherrschen - „und sich so wappnen gegen Leute die mit falschen oder unvollständigen Lehren kommen um damit Politik oder Propaganda zu machen". Ich hoffe, es wird mir gelingen das Gesamtbild einer Züchtung, - im richtigen Sinne dieses Wortes - halbwegs klar zu umreißen. In seinen »Nutzzüchtungsfragen« von 1948 gab Prof. ARMBRUSTER eine einfache, aber dennoch äußerst klare und zutreffende Definition zum Begriff ZÜCHTUNG, auf die ich die folgenden theoretischen Ausführungen stützen werde.
Die Mendellehre in einfachen Worten Bevor wir uns aber speziell mit den verschiedenen Züchtungsmöglichkeiten befassen, ist es wichtig das Prinzip der Vererbung noch einmal zu erörtern, also die Mendellehre in einfacher Sprache und in Bezug auf die Honigbiene. „Mendel verglich (ich zitiere in einigen Sätzen nochmals Prof. Armbruster) die Vererbung mit einem Paketverteilungsdienst. Die Pakete sind die Chromosome. Sie befinden sich in sämtlichen Körperzellen im Zellkern. Natürlich auch in den Keimzellen (Ei und Sperma). Jede Art besitzt eine bestimmte, ihr eigene Zahl davon. Jedes Paket enthält nicht Flüssigkeiten, sondern feste unvermischbare Einheiten, die Gene oder Erbfaktoren. Bei der Befruchtung der weiblichen Keimzelle (Ei) durch die männliche Keimzelle (Sperma) kommen mütterliche und väterliche Pakete zusammen. Und zwar paarweise. Es entsteht also ein neues Lebewesen dessen Zellkernausstattung zur Hälfte aus mütterlichen - und zur Hälfte aus väterlichen Chromosomen besteht. |
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Die genetischen Grundlagen der Bienenzüchtung Paul Jungels |

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